Dread-Disease-Versicherung

Dread-Disease Versicherung

Es gibt nicht wenige Verbraucher, die aus verschiedenen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung zur Absicherung der Arbeitskraft abschließen können oder möchten. Im Wesentlichen ist es einerseits ein vergleichsweise hoher Beitrag, der vom entsprechenden Interessenten nicht gezahlt werden kann. Auf der anderen Seite stehen nicht wenige Bürger der Berufsunfähigkeitsversicherung auch relativ kritisch gegenüber, weil sie beispielsweise meinen, dass ihr persönliches Risiko relativ gering ist. Wer aus diesen oder anderen Gründen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, dennoch aber zumindest einen gewissen Schutz in Anspruch nehmen möchte, der kann sich beispielsweise für eine Dread-Disease Versicherung entscheiden.

 

Worum handelt es sich bei der Dread-Disease Versicherung?

Der Inhalt der Dread-Disease Versicherung wird insbesondere dann klar, wenn man diese Versicherungsart einmal ins Deutsche übersetzt. Dread-Disease bedeutet soviel wie „schwere Krankheiten“ und es handelt sich demzufolge um eine Personenversicherung. Der Kern der Dread-Disease Versicherung besteht darin, eine vertraglich festgelegte Versicherungssumme unter der Voraussetzung zu zahlen, dass der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit an einer bestimmten Krankheit leidet. Dabei kann es sich nicht um „irgendeine“ schwerere Erkrankung handeln, sondern damit der Leistungsfall eintritt, muss die Krankheit im Tarif enthalten und in den Versicherungsbedingungen genannt sein. Ist diese Voraussetzung gegeben, zahlt die Versicherungsgesellschaft direkt nach Diagnose der entsprechenden Erkrankung die vertraglich zugesagte Versicherungssumme an den Versicherungsnehmer aus.

 

Unterschied zwischen Berufsunfähigkeits- und Dread-Disease-Versicherung

Eine wesentliche Frage, die viele Verbraucher im Zusammenhang mit der Dread-Disease Versicherung beschäftigt, besteht darin, ob die Versicherung dazu geeignet ist, einen möglichen Arbeitskraftverlust abzusichern. Auf diese Frage gibt es allerdings keine eindeutige Antwort, denn es hängt nahezu ausschließlich von der Erkrankung ab, ob die Dread-Disease Versicherung letztendlich auch zumindest indirekt eine Absicherung gegen den Arbeitskraftverlust sein kann. Konkret heißt das, dass die Dread-Disease Versicherung nur dann automatisch auch von der Leistung her vergleichbar mit der Berufsunfähigkeitsversicherung sein kann, wenn die schwere Krankheit als Leistungsfall eben zu einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit führt.

Es existieren durchaus einige Krankheiten, die bei vielen Verbrauchern automatisch zur Berufsunfähigkeit führen, sodass die Dread-Disease Versicherung dann auch eine Absicherung des Verlustes der Arbeitskraft wäre. Beispiele sind ein schwerer Tumor oder auch ein Herzinfarkt, der bei nicht wenigen Patienten zur Berufsunfähigkeit führen würde. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch zahlreiche Gründe für eine Berufsunfähigkeit, die nicht über die Dread-Disease Versicherung in Form der entsprechenden Erkrankung definiert sind. Ein Beispiel wären psychische Erkrankungen, bei denen Dread-Disease Versicherungen keine Leistung erbringen, die aber immer häufiger ein Grund für den Eintritt der Berufsunfähigkeit und somit für den Verlust der Arbeitskraft darstellen können.

Diese Tatsache ist der wohl gravierendste Unterschied zwischen der Berufsunfähigkeits- und der Dread-Disease-Versicherung. Darüber hinaus unterscheiden sich die zwei Versicherungsvarianten auch darin, dass bei der Dread-Disease Versicherung eine vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird, also ein einmaliger Betrag. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist es hingegen so, dass an den Versicherungsnehmer eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt wird, und zwar solange, bis er entweder nicht mehr berufsunfähig ist oder das Rentenalter erreicht hat.

 

Welche Krankheiten sind über die Dread-Disease Versicherung abgesichert?

Eines der wichtigsten Kriterien ist auch beim Vergleich der Angebote im Bereich der Dread-Disease Versicherung, welche Krankheiten im Detail überhaupt abgesichert sind. Hier gibt es zwischen den Versicherern je nach Tarif teilweise deutliche Unterschiede, sodass Sie sich auf jeden Fall vor Vertragsabschluss und auch beim Vergleich eine Liste aller Krankheiten geben lassen sollten, die der jeweilige Versicherungsschutz beinhaltet. Für gewöhnlich sind es mindestens die folgenden Erkrankungen, die über nahezu jede Dread-Disease Versicherung abgesichert sind:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Krebs im fortgeschrittenen Stadium
  • Schwere Organerkrankungen, beispielsweise an der Leber
  • Querschnittslähmung

Diese Erkrankungen und teilweise noch weitere Krankheiten sind vielfach über die Dread-Disease Versicherung abgesichert. Allerdings sollte beim Vergleich nicht nur darauf geachtet werden, welche Krankheiten der Tarif beinhaltet, sondern ebenso darauf, ob es bei der entsprechenden Erkrankung noch eine weitere Voraussetzung zu erfüllen gibt, damit der Leistungsfall tatsächlich eintritt. Ein gutes Beispiel sind hier Krebserkrankungen, denn bei den meisten Dread-Disease Versicherungen ist es so, dass die Diagnose Krebs allein nicht ausreicht, damit der Versicherer leistungspflichtig wird. Stattdessen wird häufig vorausgesetzt, dass sich der Tumor nicht erst im Anfangsstadium befindet und damit noch sehr gut behandelbar sowie oftmals sogar heilbar ist. Stattdessen muss bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht sein, damit die Versicherungssumme ausgezahlt wird. Dies mag zwar für viele Verbraucher makaber klingen, ist aber schlichtweg in vielen Fällen Teil der Versicherungsbedingungen.

 

Wonach richtet sich der Beitrag zur Dread-Disease Versicherung?

Neben den Leistungen kommt es den weitaus meisten Verbraucher beim Vergleich der Angebote im Bereich der Dread-Disease Versicherung natürlich auch darauf an, ein möglichst günstiges Angebot zu finden. Daher stellt sich die Frage, wonach sich der Beitrag eigentlich im Detail richtet. Da es sich bei Dread-Disease Versicherung um eine Personenversicherung handelt, sind es insbesondere individuelle Fakten und Daten zum Versicherungsnehmer, die teilweise einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämien haben können. Insgesamt betrachtet sind es vor allem die folgende Faktoren, die sich bei der Dread-Disease Versicherung meistens in größerem Umfang auf die zu zahlende Versicherungsprämie auswirken:

  • Alter des Versicherungsnehmers
  • Bestehende Vorerkrankungen
  • Allgemeiner Gesundheitszustand
  • Höhe der Versicherungssumme
  • Tarif bzw. Anzahl und Art der versicherten Krankheiten
  • Laufzeit der Versicherung

Auf all diese Fakten und teilweise noch weitere Details sollten Sie achten, falls Sie die Angebote vergleichen und die Dread-Disease Versicherungen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden möchten.

 

Fazit

Die Dread-Disease Versicherung kann sicherlich in manchen Fällen eine Versicherung sein, mit der Sie den Verlust Ihrer Arbeitskraft absichern können. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung dürfen Sie sich auf diesen Schutz allerdings nicht komplett verlassen. Es gibt nämlich durchaus nicht wenige Ursachen für den Eintritt einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, die nicht in einer schweren Krankheit liegen, die über die Dread-Disease Versicherung abgesichert ist. Andersherum hat die Dread-Disease Versicherung jedoch den Vorteil, dass Sie selbst dann die Versicherungsnummer ausgezahlt bekommen, falls die jeweilige Erkrankung nicht zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit führt.